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Lebensmittel online

zwiebel.jpg 160 × 160 PixelBiozwiebeln. 750 Gramm. Für 1,79 Euro. Nicht im Laden sondern im Internet. Genau genommen bei Amazon. Oder auch ein Kilo Kartoffeln für 1,99 Euro, eine Bio-Banane für 45 Cent, aber auch Müsli, Kaffee, Öle, Weine und und und. Amazon startet mit 35 00o Artikeln sein Lebensmittel-Angebot im Netz. Dafür hat sich das Internet-Kaufhaus eine ganze Reihe von Partnern gesichert.

Die Vorteile sind klar: Keine Wege, keine Wartezeiten, keiner hat die Bananen schon mal angetatscht, kein Transport, kein Schleppen. Eine ernsthafte Alternative besonders für Vielbeschäftigte, Rentner oder Dörfler.

Für den stationären Lebensmittelhandel ist das ein ernst zunehmender Wettbewerber. Aber  den Discount hat der auch schon angenommen.

Ampel vom Tisch?

ampelkennzeichnungDas Wort „Ampel“ hat ja neuerdings eine ganz neue Bedeutung bekommen. Stand es früher für ein an sich sinnvolles, Verkehrs-lenkendes Instrument, so steht es heute für ein Nährwert-Informations-System über dessen Sinn und Unsinn lange gestritten und vermutlich auch noch weiter diskutiert werden wird.

Fakt ist: Das EU-Parlament hat jetzt der Ampel vor allem mit Stimmen der Konservativen und Liberalen eine deutliche Absage erteilt. Begründung: Die Art der Kennzeichnung sei zu simpel und wissenschaftlich nicht begründet. Das erste stimmt: Die Ampel versteht jeder. Rot heißt Stopp und Grün heißt Gehen. Aber genau das war eigentlich gar nicht gemeint: Hier sollte Rot angeblich ja nur heißen: Achtung zuviel Fett, zuviel Zucker etc. Wer andererseits Zucker, Fett und viele Kalorien  meiden will, aber Süßes mag, wird zu süßstoffverklebten und mit Fettersatzstoffen produzierten Süßigkeiten greifen, weil die ja dann ein grünes Signal bekämen? Ob das dann gesund ist? Oder ist sehr viel von grün, dann immer noch gesund? Mir scheint da Verwirrung angesagt.

Für Hersteller wäre diese Art der Kennzeichnung jedenfalls ziemlich übel. Ein rot-gebranntmarktes Produkt hätte schlechte Verkaufschancen. Deshalb freut sich die Ernährungsindustrie natürlich. Die Ampel-Befürworter auf der Verbraucherschutzseite sind verständlicherweise enttäuscht. Sie waren überzeugt, das Übergewicht, Fettleibigkeit, Diabetes und viele andere Zivilisationskrankheiten durch eine Ampel bekämpft werden könnten.

Was die Polit-Profis im EU-Parlament ausgeheckt haben, ist allerdings auch nicht einfach. Die neue Verordnung sieht nämlich eine noch umfassendere Kennzeichnung als die bisherige vor. Da müssen Hersteller dann den Gehalt an Kohlenhydraten, Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz sowie Eiweiß und Ballaststoffen ihres Produkts pro 100 Gramm verbindlich angeben und auch Imitate, gentechnisch veränderte oder mit Nanopartikeln behandelte Zutaten ausweisen. Bei Fleisch, Milchprodukten und Früchten muss auch noch die Herkunft nachgewiesen werden.

Eine Menge an Informationen, die erstmal verarbeitet werden muss. Der Industrie gefällts wenig, weil noch mehr auf die Verpackung gedruckt werden muss, den Verbraucherschützern gefällts nicht, weil sie dem Verbraucher nicht zutrauen, mit dieser Fülle an Informationen umzugehen.

Der Streit ist nicht zu Ende.

Klamme Kassen

50centJeder vernünftige Mensch gibt nur soviel aus wie er einnimmt. Gut: Auch früher wurde schon angeschrieben und heute drängeln die Banken ja beinahe jeden, sich doch die schönen Dinge des Lebens auf Pump zu leisten. Das ändert am Grundsatz aber nix, denn gezahlt werden muss auf jeden Fall.

Nur der ominöse Staat muss das nicht. Als diese Kolumne begonnen wurde, betrug die Verschuldung Deutschlands Exakt  1.716.645.101.679 Euro. Unvorstellbar. Kann man gar nicht mehr aussprechen, geschweige denn sich vorstellen. Das sind nicht Milliarden, sondern Billionen! Der Staat lebt seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse und wird es – trotz Sparpaket – auch in Zukunft tun. Allerdings: Der Staat sind wir, also alle Bürger Deutschlands. Sicher gibt es einige dabei, die über ihre Verhältnisse leben, aber sich nicht die Mehrheit. Wer dafür gesorgt hat, dass der Staat über seine Verhältnisse lebt, sind die Politiker. Die von früher und die aktuellen. Das aktuelle halbherzige Sparpaket wird daran nichts ändern. Fehlt der aktuellen Bundesregierung ja sogar die Kraft die offensichtlichsten Ungerechtigkeiten im Steuersystem zu beseitigen. Mehrwertsteuer von 7 Prozent für Tierfutter,  19 Prozent für Babywindeln? Essigsäure 7 Prozent, Mineralwasser 19? Bücher 7 Prozent, Hörbücher 19? Gewürze 7 Prozent, Gewürzmischungen 19 Prozent Mehrwertsteuer? Von der Begünstigung von Übernachtungsleistungen gar nicht zu reden (immerhin müssen Stunden-Hoteliers den vollen Mehrwertsteuersatz zahlen, hier haben die Moralapostel gesiegt!).

Jetzt holt sich also die Politik, die dafür gesorgt hat, dass der Staat in Schulden versinkt, das Geld für die Zinszahlungen (von Tilgung wird ja wohl keiner sprechen) von denen, die gar nix dafür können. Was für ein Wahnsinn!

Aber in Deutschland geht das. Übrigens: Schuldenstand nach Schreiben dieser Zeilen: 1.716.649.827.593 Euro. Zuwachs pro Sekunde : 4.481 Euro.

Deutsche werden immer dicker

schnitzel02Hat Sie nicht auch schon mal beim Einkaufen gewundert, was sich so andere Leute alles in den Einkaufswagen schaufeln? Berge von Fertiggerichten, Süßigkeiten, Wurst, Schnaps, Süße Limo, Chips und und und. Das freut Händler und Hersteller erst einmal, aber mit Esskultur hat das nix zu tun.

So kann es nicht verwundern, dass laut Statistischem Bundesamt mehr als die Hälfte aller erwachsenen Deutschen übergewichtig sind. Männern sind dabei fetter als Frauen. Genauer: 51 Prozent der erwachsenen Bevölkerung übergewichtig –Männer mit 60 Prozent, Frauen mit 43 Prozent. Der Anteil der Übergewichtigen lag  1999 noch bei 56 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen. Continue reading →

SuperMarkt des Jahres II

sofafürwebWie fast jeder Mensch hier zu Lande, geht auch der Autor dieser Zeilen manchmal bei Aldi einkaufen. Zuletzt wurde mir mal wieder klar: Aldi hat keine schlechten aber auch keine bessseren Produkte als andere, schon gar nicht als die Vollsortimenter, nur weniger. Das würde nix machen, schließlich sind einige davon recht billig zu kaufen. Continue reading →