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Schwarzbuch Aldi?

Wir könnte es schon lange wissen. Niedrigpreise müssen immer irgendwo erst erwirtschaftet werden: Billige Rohstoffe,  billigere Verpackung, weniger Werbung und natürlich – und ganz besonders – billiges Personal. Billig wird es vor allem, wenn wenig davon gebraucht wird. Wenn beispielsweise nur wenige  im Laden stehen, muss jeder Einzelne mehr tun. Das erzeugt Druck und Schlimmeres.  Nun weiß jeder, dass die Arbeitsbedingungen bei Schlecker (Einsame Verkäuferin zwischen engen Gängen) oder Lidl (Vorsicht beim Clo-Gang!) nicht gerade rosig sind, von Aldi aber hatte man gedacht (oder gehofft), dass es im Laden humaner zugeht.  Pustekuchen. Wie der Spiegel diese Woche schreibt, häufen sich die Klagen von Mitarbeitern: Permanente Arbeitsüberlastung, Mobbing, Schikanen. Demnächst soll sogar ein Schwarzbuch Aldi erscheinen. Selbst, wenn alle Vorwürfe nur von ungeeigneten und arbeitsunwilligen Mitarbeitern kommen und haltlos sein sollten, hier wird der Preis des Billigpreises immer deutlicher. Die werden nämlich nur durch immer weiteres Einsparen möglich: bei den Rohstoffen, bei den Verpackungen, bei der Werbung und beim Personal. Das dabei die gesamte Gesellschaft ins Trudeln kommt, ist noch viel zu wenigen bewusst.

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