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Mehr Mut gefordert

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, mischt sich ein und fordert: “ Steuern runter, Rentenalter hoch – und dieses Modell dann mutig exportieren.” Walter verweist auf den Koalitionsvertrag,  den Vertrag von Lissabon und auf die gewaltigen vor uns liegenden Aufgaben: ” Im Gesundheitswesen, in der Renten- und Steuerpolitik. Mit gleichem Mut müssen die internationalen Aufgaben angegangen werden. Nach Pittsburgh kommt Kopenhagen, verlässliche Regeln in Umwelt und Finanzwelt sind zu etablieren. Auf die neu formierte politische Führungsriege in Deutschland warten große Herausforderungen. Tabubrüche und Durchbrüche gilt es zu bewerkstelligen. Wir brauchen ein nationales und internationales Zukunftsmodell.”

So wünschenswert es ist, mit den Tabu-Brüchen und dem Export deutscher Zukunftsmodelle, wahrscheinlich sind sie nicht. Schon jetzt wird in der Koalition wieder zurückgerudert und relativiert. (Steuern, Gesundheitsreform, etc.).  Auch international stehen Europa und der gesamten Staatengemeinschaft mehr oder weniger stark ausgeprägte nationale Egoismen im Weg. Und dennoch hat Walter Recht, wenn er in Richtung EU ausruft: Traut euch, Deutsche!  Bleiben wir  nur passive Zuschauer, ist das zwar zunächst bequemer, das  Programm bestimmen dann aber andere – und das muss uns nicht immer gefallen.

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