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Kassenzone: Obst hin und Süßes weg

_DSC0143Einkaufen mit Kindern ist anstrengend. Ich weiß das, ich habe zwei. Vor allem beim Warten an der Kasse kann die Sache unangenehm werden, dann nämlich wenn unbedingt noch das Kaugummi, die Lakritzstange oder süße Drops in den Einkaufswagen muss. Es ist wohl so: Ohne das Süßigkeiten-Angebot an der Kasse, würden die oft nicht gekauft.

Jetzt hat auch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) das Problem erkannt. Sie hat an den Handel appelliert, die vor allem bei Kindern beliebten Süßigkeiten an den Kassen wegzuräumen. Es dürfte aber utopisch sein, dass Kinder dann nicht mehr nach Süßem verlangen. Noch utopischer ist die Alternativ-Idee der Ministerin: Die Supermärkte sollten statt Süßigkeiten lieber eine appetitliche Portion Obst an ihre Kassen stellen. Wie nett. Nur nicht an die Umsetzbarkeit gedacht.

Irgendwie ist das Ganze sowieso eine Nebelkerze, die Aktivität vortäuscht, wo eh nichts geht. Denn die Ministerin appelliert nur, vorschreiben kann und will sie dem Handel gar nichts.

Außerdem haben viele Handelsunternehmen die Sorgen der Eltern längst erkannt und angenommen. Vielerorts gibt’s süßwarenfreie Kassen. Bei meinem Lieblings-Edekaner gibt’s überhaupt keine Ware an der Kasse (siehe Foto).

Und noch eins: Noch kaufen und bezahlen die Eltern. Vielleicht kann man die elterliche Fürsorgepflicht auch ernst nehmen und mal “nein” sagen.

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