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	<title>lebensmittel praxis blog &#187; Meinungen</title>
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	<description>Täglich Neues im Lebensmitteleinzelhandel</description>
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		<title>Frosch-Erfahrung und UNO-Insekten-Kampagne: Uh No!</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 08:07:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>csteinheuer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Essen ist Kopfsache. Wenn ich weiß, auf meinem Teller liegt ein Froschschenkel, würde ich ihn nicht essen, ganz ehrlich. Als mich neulich ein Küchen-Chef böse reingelegt hat &#8211; das Schenkelchen war nett ummantelt mit einem  Kräuterbackteig  &#8211; und ein Gruß aus der Küche, tja da war es verspeist, bevor ich wusste, was es war, denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Essen ist Kopfsache. Wenn ich weiß, auf meinem Teller liegt ein Froschschenkel, würde ich ihn nicht essen, ganz ehrlich. Als mich neulich ein Küchen-Chef böse reingelegt hat &#8211; das Schenkelchen war nett ummantelt mit einem  Kräuterbackteig  &#8211; und ein Gruß aus der Küche, tja da war es verspeist, bevor ich wusste, was es war, denn die Info kam bewusst erst mit dem nächsten Gang. Geschmeckt hat es sogar  &#8211; von der Konsistenz ähnlich wie Geflügel.  Mein Kollege im Büro hat sich später schlappgelacht, und gleich thematisiert, wer sich denn bei uns in der Redaktion um &#8220;Frösche&#8221; kümmert. Da saßen wir dann in der Mittagspause  grinsend: Fleisch (also ich, wohl kaum), Fisch (Dieter Druck, aber genauso wenig). Frösche und ihre Einzelteile sind in Deutschland ein Nischenprodukt. Wo werden die Tiere eigentlich gezüchtet, die in Restaurants serviert werden? Wieviele und welche Produkte gibt es im LEH? Nur TK? Bei Delhaize in Belgien oder bei uns im KaDeWe doch wohl auch frisch, oder? Naja, der einzige Frosch, den ich mir freiwillig aussuchen würde, ist der Laubfrosch, allerdings jener, der ab 1929 bei Opel gebaut wurde. </p>
<p>Meine Frosch-Erfahrung fand ich schon schlimm genug, prompt lese ich, dass die UNO bzw. deren Unterorganisation FAO, der Menschheit die Insekten schmackhaft machen möchte &#8211; in einer groß angelegten Kampagne ( nachzulesen im National Geographic Deutschland, September-Ausgabe (seit 20. August im Handel). Statt Steaks sollen  Grillen gegrillt werden. Und Grashüpfer haben ebenso viel Eiweiß wie ein Stück Fleisch, ihre Zucht ist viel billiger als die von Rindern oder Schweinen und beansprucht weniger Land. Das stimmt ohne Zweifel alles. Aber es ist wieder so eine Kopfsache. Und: Ist alles, was machbar ist, auch wünschenswert? Heuschreckensalat als Fresh-Cut aus der Cabrio-Theke der REWE? Gut, REWE setzt ja auch auf Grünstrom und Nachhaltigkeit &#8211; würde sogar ins Konzept passen. Und vielleicht gibt es sogar noch Fördergelder für ein Pilotprojekt. Testen kann man alles, und irgendwie gibt es auch für alles einen Markt. Aber wer wäre in der Redaktion zuständig für Insekten? Sagen wir, das &#8220;arme Schwein&#8221;, das sich auch um die Frösche kümmert, begleitet dann auch Kampagnen wie &#8220;Käfer essen, statt bei Käfer essen&#8221;. Eins ist klar, ich kann es nicht sein. Ich bin Fleisch-Redakteur, und das ist gut so!</p>
<p>(Aber das mit den Fröschen recherchiere ich mal, irgendwie spannend&#8230;und so herrlich kurios)</p>
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		<title>Farce en France: Milch schlägt Wellen</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 11:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>csteinheuer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mon dieu! Französische Landwirte drohen auf die Barrikaden zu gehen. Der „Bauernkrieg“ wird wohl in Supermärkten ausgefochten. Revolution am Regal: Produkte der Gegner sollen gebrandmarkt werden. Die Bauerngewerkschaft kündigte bereits einen landesweiten Boykottaufruf für Produkte an, deren Hersteller sich weigern, einen höheren Preis an die Erzeuger zu zahlen. Dazu sollen im Handel Aufkleber auf entsprechende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mon dieu! Französische Landwirte drohen auf die Barrikaden zu gehen. Der „Bauernkrieg“ wird wohl in Supermärkten ausgefochten. Revolution am Regal: Produkte der Gegner sollen gebrandmarkt werden. <span id="more-701"></span>Die Bauerngewerkschaft kündigte bereits einen landesweiten Boykottaufruf für Produkte an, deren Hersteller sich weigern, einen höheren Preis an die Erzeuger zu zahlen. Dazu sollen im Handel Aufkleber auf entsprechende Käsesorten geklebt werden. Der Feind ist die Milchindustrie, böse Giganten im globalisierten und entfesselten Kapitalismus, die „ihren“ armen Bauern(opfern) die angeblich so nötigen Cent zum Überleben verweigern.</p>
<p>Mit der Marseillaise auf den Lippen, dem Mythos von David gegen Goliath im Herzen und nichts außer Sozialismus und Staatsgläubigkeit im Kopf, fordern die Milchmänner von der Industrie, dass sie die Milchpreise im Schnitt um 3,1 Cent auf einen Literpreis von 33,1 Cent anhebt – einfach so. Fordern kann ja jeder alles. Die Milchindustrie (z.B. Bel, Bongrain, Lactalis) will diese Milchmädchenrechnung nicht zahlen und verweist darauf, dass die Milch in Deutschland billiger sei. Merci liebe Milchindustrie et bonne chance für diesen Kampf, in dem es um mehr geht als nur Geld, nämlich um Werte. Preise bilden sich nun mal am Markt, sind Resultat von Angebot und Nachfrage. Weihnachten ist noch nicht, und vieles wird immer nur ein (frommer) Wunsch bleiben. Wie wäre es, die Bauern bauen etwas an, das gefragter ist, Produkte, die einen Markt haben, auf dem man sich ohne K(r)ampf sein Einkommen sichern kann. Sehen sich die französischen Bauern so schlecht aufgestellt in ihrer Verhandlungsposition, dann sollten sie sich besser organisieren. Sonst droht ihnen das Schicksal der DDR. Vive la Farce!</p>
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		<title>Anti-Werbung Teil 2: Kik- besser als wie man denkt ???</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 07:41:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>csteinheuer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf &#8220;REWE rückwärts&#8221; (siehe unten!) folgt eine weitere Anti-Werbung aus dem deutschen Handel.
Immer mal wieder erblicke ich in meiner Tageszeitung Kik-Werbung. Jedes Mal bleibe ich mit den Augen hängen, nicht weil ich etwas so faszinierend fände, sondern wegen des Werbespruchs: &#8220;Kik &#8211; besser als wie man denkt&#8221;. Das ist feinstes Rheinisch, aber nicht deutsch. Das &#8220;als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf &#8220;REWE rückwärts&#8221; (siehe unten!) folgt eine weitere Anti-Werbung aus dem deutschen Handel.<br />
Immer mal wieder erblicke ich in meiner Tageszeitung Kik-Werbung. Jedes Mal bleibe ich mit den Augen hängen, nicht weil ich etwas so faszinierend fände, sondern wegen des Werbespruchs: &#8220;Kik &#8211; besser als wie man denkt&#8221;. Das ist feinstes Rheinisch, aber nicht deutsch. Das &#8220;als wie&#8221; tut weh. Da wäre weniger mehr!<span id="more-606"></span></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/-PD7lpEsHVM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="340" src="http://www.youtube.com/v/-PD7lpEsHVM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Seit Monaten frage ich mich: Merkt das in dem Unternehmen keiner? Ist das vielleicht sogar Absicht? Will man so auffallen? Oder ist das die sprachliche Annäherung an eine Zielgruppe?</p>
<p>Nur zur Klarstellung: Ich habe nichts gegen Kik und gehöre auch nicht zu jenen Sprachfanatikern, die statt T-Shirt &#8220;T-Hemd&#8221;, statt Ampel Signallicht-Anlage oder statt Seitenstreifen Straßenbegleit-Grün sagen.<br />
Vielleicht sind Journalisten auch überempfindlich, was die Sprache betrifft, schließlich ist sie für die schreibende Zunft ein wichtiger Teil der Ausrüstung/ des Arbeitsmaterials. Trotzdem: Ich glaube, auch Bastian Sick hätte an diesem Werbeslogan seine Freude. Vielleicht ist Kik besser als man denkt. Aber besser &#8220;als wie man denkt&#8221; ist Kik sicher nicht.</p>
<p>Was meinen Sie? Haben Sie andere Beispiele für Anti-Werbung oder haben Sie eine Erklärung für den Kik-Slogan, dann schreiben Sie mir! c.steinheuer@lpv-verlag.de</p>
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		<title>REWE rückwärts?</title>
		<link>http://blog.lebensmittelpraxis.de/wp/2010/03/rewe-ruckwarts/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 08:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>csteinheuer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Handel]]></category>
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		<description><![CDATA[Wo man hinblickt, Werbung. Ich finde das generell nicht schlimm. Dumm nur, wenn aus Werbung Anti-Werbung wird&#8230;.. Heute Morgen tuckerte ich auf dem Weg ins Büro mit meinem Auto  hinter einem REWE-Lkw (KO-RW &#8230;) her.  Mein Blick fällt auf die auffällige rote Werbung, und ich lese: &#8220;Folgen Sie mir zum REWE-Frischefestival 2009!&#8221; Folgen musste ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo man hinblickt, Werbung. Ich finde das generell nicht schlimm. Dumm nur, wenn aus Werbung Anti-Werbung wird&#8230;.. Heute Morgen tuckerte ich auf dem Weg ins Büro mit meinem Auto  hinter einem REWE-Lkw (KO-RW &#8230;) her.  Mein Blick fällt auf die auffällige rote Werbung, und ich lese: &#8220;Folgen Sie mir zum REWE-Frischefestival 2009!&#8221; Folgen musste ich dem Lkw noch eine ganze Weile, bis ich ihn endlich überholen konnte. Nur im Jahr 2009 bin ich definitiv nicht angekommen. <img src='http://blog.lebensmittelpraxis.de/wp/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Sie haben auch Werbung entdeckt, die wenig sinnvoll erscheint, dann schreiben Sie es uns hier im Blog!</p>
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		<title>Böser Nutzenmaximierer?</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 11:19:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tduennebacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Anton Schlecker]]></category>
		<category><![CDATA[Drogeriekette]]></category>
		<category><![CDATA[Homo Oeconomicus]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Schlecker sorgt für Aufregung: Bei der Umstellung von kleinen Filialen auf große XL-Märkte, zeigt sich das Management der Drogeriemarktkette mal wieder von seiner unsympathischen Seite. Die Beschäftigten in den neuen Märkten bekommen laut Verdi nur noch die Hälfte des früher üblichen Lohns. Möglich macht das nach Informationen der Süddeutschen Zeitung die Zwickauer Zeitarbeitsfirma Meniar („Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class=" " src="http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/00098/schlecker_DW_Wirtsch_98043b.jpg" alt="Lieblingsbösewicht von Politik und Gewerkschaften" width="200" height="298" /><p class="wp-caption-text">Anton Schlecker: Lieblingsbösewicht von Politik und Gewerkschaften</p></div>
<p>Schlecker sorgt für Aufregung: Bei der Umstellung von kleinen Filialen auf große XL-Märkte, zeigt sich das Management der Drogeriemarktkette mal wieder von seiner unsympathischen Seite. Die Beschäftigten in den neuen Märkten bekommen laut Verdi nur noch die Hälfte des früher üblichen Lohns. Möglich macht das nach Informationen der Süddeutschen Zeitung die Zwickauer Zeitarbeitsfirma Meniar („Menschen in Arbeit“), bei der sich Schlecker Arbeitskräfte für die neuen Märkte ausleiht. Die glücklichen Menschen in Zeitarbeit verdienen durch diesen Kniff magere 6,50 Euro. Von Urlaubs- und Weihnachtsgeld darf geträumt werden, ausgezahlt wird es nicht. Ist diese „Geschäftsstrategie“ nun besonders perfide und unmenschlich oder angesichts der bestehenden Gesetze wirtschaftlich clever?<span id="more-415"></span></p>
<p>Wenn ich früher in Limburg, der Stadt meiner Jugend, einen Ferienjob wollte, ging ich zum Arbeitsamt. Heute stehen 17 (!) private Zeitarbeitsfirmen in den Gelben Seiten. Nach Ergebnissen einer Studie von Ernst &amp; Young lag der Branchenumsatz 2008 bei 17,6 Mrd. Euro. Es wird viel Geld damit verdient wenn man dafür sorgt, dass andere wenig verdienen. Und trotzdem: Wenn heute Politiker über das „unmenschliche“ Verhalten von Unternehmen wie Schlecker klagen und den Zeigefinger in schwindelerregende Höhen recken, dann klingt das vielleicht gut beim Volk, lenkt aber von der Tatsache ab, dass die Damen und Herren in Berlin jederzeit die Möglichkeit hätten, den Rahmen für die Zeitarbeit selbst zu bestimmen. Gerade wenn man sich, wie im Fall Schlecker, durch die Bank von Links nach Rechts einig ist.<!--more--></p>
<p>Sicher: Was Schlecker treibt hat nichts mehr mit der ursprünglichen Idee hinter der Leiharbeit zu tun. Die rot-grüne Regierung wollte Menschen mit geringem Bildungsgrad Arbeit verschaffen. Aus Sicht des Unternehmers waren die Lockerungen attraktiv um Auftragsspitzen abzufangen. So die Theorie. Der Mensch aber ist ein rationaler Nutzenmaximierer, ein Homo Oeconomicus. Das gilt für den Verkäufer am Kiosk genauso wie für den Schlecker-Manager. Das es zu Auswüchsen kommt ist nicht wirklich verwunderlich. Es ist die Aufgabe der Politik den egoistischen Nutzenmaximier in Zaum halten. Man kann aber nicht vom Homo Oeconomicus verlangen, dass er seine Rationalität über Bord wirft, denn auf dieser baut nun mal unser Wirtschaftssystem auf.</p>
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		<title>Der Umweltschützer: Freund oder Feind?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 09:50:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tduennebacke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Umweltaktivisten sind der verarbeitenden Industrie gemeinhin ein Dorn im Auge. Die Öko-Revoluzzer verbreiten Unwahrheiten, übertreiben oder werden von der konkurrierenden Lobby bezahlt &#8211; sagen die Attackierten. Das wahre Übel liegt bei den großen Konzernen, die Raubbau an der Natur betreiben, unsere Seen vergiften oder Kinder in fernen Entwicklungsländern für einen Hungerlohn schuften lassen &#8211;  sagt der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Umweltaktivisten sind der verarbeitenden Industrie gemeinhin ein Dorn im Auge. Die Öko-Revoluzzer verbreiten Unwahrheiten, übertreiben oder werden von der konkurrierenden Lobby bezahlt &#8211; sagen die Attackierten. Das wahre Übel liegt bei den großen Konzernen, die Raubbau an der Natur betreiben, unsere Seen vergiften oder Kinder in fernen Entwicklungsländern für einen Hungerlohn schuften lassen &#8211;  sagt der Aktivist. Als Journalist fühlt man sich häufig nicht ganz wohl zwischen diesen verhärteten Fronten. Einerseits ist man froh über die engagierte Vorarbeit, die Umweltschützer leisten. Schließlich ist man auf derlei Input angewiesen. Andrerseits ist einem bewusst, dass es sich bei den großen Umwelt-Verbänden um perfekt organisierte PR-Maschinen handelt, deren einziges Ziel darin besteht, in der Öffentlichkeit eine Meinung zu etablieren. Ein Negativbeispiel für das Zusammenwirken von Umweltschützern und Medien war der Fall der Ölplattform Brent Spar. 1995 hatte Greenpeace Stimmung gegen den Betreiber Shell und die geplante Versenkung des Öltanks gemacht. Die Umsätze an den Zapfsäulen gingen teilweise um 50 Prozent zurück und Shell kroch mit versöhnlichen Werbeanzeigen beim umweltsensiblen Verbraucher zu Kreuze. Zu unrecht, wie sich herausstellte: Greenpeace hatte falsche Informationen zu dem Fall lanciert.</p>
<p>Ob die Debatte um die Verpackungsverordnung eine ähnliche Dimension erreichen wird, darf bezweifelt werden. Trotzdem war es so gut wie sicher, dass es in Bonn Diskussionen geben würde, als die Verwertungsgesellschaft Ascon zu einer Tagung lud und Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe auf der Rednerliste stand. Seine Präsentation war eine Abrechnung mit dem Getränkekarton. Die Werbung suggeriere fälschlicherweise ein umweltschonendes Image. Der Zellstoffanteil sei über die Jahre immer geringer geworden und die Recyclingquoten ohnehin zu niedrig. Dann noch ein kleiner Schlenker zum Skandal um die schädlichen ITX Photo-Initiatoren, die bei der Bedruckung verwendet werden und der Fall war klar: Getränkekartons sind vermutlich ein Werk des Teufels. Sicher aber nicht „ökologisch vorteilhaft“, wie es zurzeit noch in der Verordnung steht. Für Resch steht fest: Ein Pfand auf dieses umweltschädliche Gebinde muss her.</p>
<p>Das Feuerwerk konnte seine Wirkung nicht verfehlen, besonders weil Vertreter des Fachverbandes Kartonverpackung im Publikum saßen. Bei den Herren spürte man regelrecht den Ärger, der in ihnen hochstieg. Aber abgesehen von ein paar wenigen Zwischenrufen wurde dem auf (vermeintlich) streng wissenschaftlichen Kriterien aufgebauten Vortrag wenig entgegengesetzt und der gemeine Zuhörer musste sich denken „Heureka! – wir brauchen ein Pfand auf Getränkekartons“.</p>
<p>Der Journalist befindet sich hier in einem Dilemma. Die wissenschaftlichen Daten auf ihre Validität zu überprüfen (oder überprüfen zu lassen) würde Monate dauern. Wie also soll das Thema angegangen werden? Den Versuch einer neutralen Annäherung an das Thema Pfand auf Getränkekartons kann man in der nächsten Ausgabe der LEBENSMITTEL PRAXIS lesen.</p>
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		<title>Neuer Anstrich</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 08:35:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hmittler</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
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		<description><![CDATA[Da haben die Marketingstrategen sicher stundenlang ihre Gedanken gebündelt: Wie verpasst man einem am Markt agierenden Unternehmen ein neues, verbessertes Image? Die Antwort war dann untypisch einfach: Mit Farbeimer und Pinsel. Mc Donald&#8217;s ändert die Farbe des Logos: statt des gelben M auf rotem Grund wird die Grundfarbe nun grün &#8211; wer assoziiert da nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da haben die Marketingstrategen sicher stundenlang ihre Gedanken gebündelt: Wie verpasst man einem am Markt agierenden Unternehmen ein neues, verbessertes Image? Die Antwort war dann untypisch einfach: Mit Farbeimer und Pinsel. Mc Donald&#8217;s ändert die Farbe des Logos: statt des gelben M auf rotem Grund wird die Grundfarbe nun grün &#8211; wer assoziiert da nicht das Attribut &#8220;umweltfreundlich&#8221;?  Ich bin gespannt, ob sich die Fast-Food-Kette nun auch inhaltlich verändert &#8230; oder ob es nur beim neuen Anstrich bleibt.</p>
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		<title>Wie halten es die Klosterläden?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 13:43:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>upuetthoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die CSU lehnt nach wie vor die von der FDP gewünschte Freigabe der Ladenöffnungszeiten an Werktagen strikt ab. Die aktuelle Regelung sei ausreichend, vernünftig und angemessen, betont CSU-Landtagsfraktionschef Georg Schmid. Zunächst aber hat das Bundesverfassungsgericht am 1. Dezember die Sonntagsöffnung zu klären. Die beiden großen Kirchen sehen nämlich in der Berliner Regelung (an zehn Sonntagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die CSU lehnt nach wie vor die von der FDP gewünschte Freigabe der Ladenöffnungszeiten an Werktagen strikt ab. Die aktuelle Regelung sei ausreichend, vernünftig und angemessen, betont CSU-Landtagsfraktionschef Georg Schmid. Zunächst aber hat das Bundesverfassungsgericht am 1. Dezember die Sonntagsöffnung zu klären. Die beiden großen Kirchen sehen nämlich in der Berliner Regelung (an zehn Sonntagen im Jahr incl. der Adventssonntage darf verkauft werden) den „verfassungsrechtlichen Schutz des Sonntags in unerträglicher Weise“ gefährdet. Sollte die Sonntagsöffnung nun gekippt werden, dann wäre es nur konsequent, wenn auch Klosterläden an Sonntagen ihre Pforten zulassen. Also mit einem guten Beispiel vorangehen.</p>
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		<title>Schlappe für die Fifa</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 15:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tduennebacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Fußballweltverband Fifa verliert vor dem BGH gegen den Süßwarenhersteller Ferrero. Für die Sammelbilder in Duplo und Hanuta hatte sich der Konzern Marken wie „WM“ und „Südafrika 2010“ schützen lassen. Für die Fifa ist das eine Irreführung der Verbraucher, schließlich sei Ferrero kein offizieller Sponsor der WM. Der wahre, und weitaus profanere Grund liegt auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 354px"><img class=" " src="http://www.die-bildersammler.de/images/Q_DUPLO_A_B/DUPLO_Alben/A_WM1982_DH.jpg" alt="Die kultigen Sammelbilder können weiter in der gewohnten Form vermarktet werden. " width="344" height="350" /><p class="wp-caption-text">Die kultigen Sammelbilder können weiter in der gewohnten Form vermarktet werden. </p></div>
<p>Der Fußballweltverband Fifa verliert vor dem BGH gegen den Süßwarenhersteller Ferrero. Für die Sammelbilder in Duplo und Hanuta hatte sich der Konzern Marken wie „WM“ und „Südafrika 2010“ schützen lassen. Für die Fifa ist das eine Irreführung der Verbraucher, schließlich sei Ferrero kein offizieller Sponsor der WM. Der wahre, und weitaus profanere Grund liegt auf der Hand: Der Weltfußballverband will von der Vermarktung des Megaevents alleine profitieren und andere Spieler vom Platz drängen. Dafür hat das Gericht jetzt die Gelbe Karte gezeigt. Wie bereits in einem Urteil des Oberlandesgerichtes Hamburg zur WM 2006 entschieden, kann die Fifa Bezeichnungen wie „Fußball WM 2006“ oder „Südafrika 2010“ nicht exklusiv als Marken für Waren oder Dienstleistungen nutzen.</p>
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		<title>&#8220;European Cranberry&#8221; ist nicht Cranberry</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 10:28:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>csteinheuer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alkoholfreie Getränke]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein niedersächsischer Safthersteller darf seinen Saft aus der „Gewöhnlichen Moosbeere“ nicht länger als Cranberry-Saft bezeichnen, denn die europäischen Beeren sind u.a. deutlich kleiner als die Moosbeeren aus Nordamerika. Zulässig ist die Bezeichnung als „European Cranberry“, wenn zudem der wissenschaftliche Name „Vaccinium oxycoccos“ auf das Flaschenetikett gedruckt wird. Das hat gestern (Donnerstag) das Landgericht Lüneburg entschieden.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein niedersächsischer Safthersteller darf seinen Saft aus der „Gewöhnlichen Moosbeere“ nicht länger als Cranberry-Saft bezeichnen, denn die europäischen Beeren sind u.a. deutlich kleiner als die Moosbeeren aus Nordamerika. Zulässig ist die Bezeichnung als „European Cranberry“, wenn zudem der wissenschaftliche Name „Vaccinium oxycoccos“ auf das Flaschenetikett gedruckt wird. Das hat gestern (Donnerstag) das Landgericht Lüneburg entschieden.</p>
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